Digitales Lesen mit Apps auf dem Tablet

Es gibt viele Gesichtspunkte, die für die eine oder die andere Methode (klassisches Lesen mit dem Buch oder digitales Lesen mit Apps auf dem Tablet) sprechen, um in Präsenz in der Schule Seite an Seite mit dem Kind zu lesen. Nachfolgend sind wesentliche Aspekte für das „Digitale Lesen mit Apps auf dem Tablet“ zusammengefasst:

  1. Das Medium „Computer“ motiviert computeraffine Kinder und ermöglicht interaktives Tun.
  2. Kinder mit Konzentrationsproblemen profitieren von der Methodenvielfalt.
  3. Kinder mit Defiziten beim deutschen Wortschatz lernen die Bedeutung neuer Worte einprägsam anhand von Animationen kennen; weiterhin kann ein Übersetzer-programm auf dem Tablet unterstützen.
  4. Kinder können am heimischen Tablet die Geschichten weiterlesen oder vorlesen.
  5. Kinder profitieren vielfach von der Aussprache eines professionellen Vorlesers.
  6. Aktivitäten am Gerät lassen sich jederzeit in die Lesestunde integrieren; Chat-Funktion und Whiteboard-Funktion laden zum Schreiben ein.
  7. Recherchen im Internet sind unproblematisch möglich.
  8. Tablets lassen sich in Pandemiezeiten leicht reinigen, auf eine Ausleihe von Büchern kann verzichtet werden.
  9. Es ist keine Ausleihe von Literatur nötig.

Was ist zu beachten:

  • Beide Methoden der Leselernhilfe (klassisch mit dem Buch und digital mit Apps auf dem Tablet) haben ihre Berechtigung und können motivierende Abwechslung bieten, wenn sie nebeneinander zum Einsatz kommen.
  • Für das digitale Lesen bieten sich LeseApps und Online-Bibliotheken (z.B. ONILO oder LESIDO) an. Sie benötigen meist einen stabilen Internetzugang im Schulgebäude, insbesondere im Leseraum.
  • Wie jedes technische Hilfsmittel muss das Tablet in aufgeladenem Zustand bereit liegen.
  • Um störungsfrei mit dem Tablet zu arbeiten, empfiehlt sich wo möglich ein Download der ausgewählten Literatur in Form von Dateien zuhause als Vorbereitung.
  • Im Gegensatz zum Einsatz des Buches erfordert der Einsatz von LeseApps und Online-Bibliotheken anfänglich eine häusliche Vorbereitung.
  • Für beide Methoden werden ruhige und verlässlich reservierte Räume im Schulgebäude benötigt.
  • Für beide Methoden müssen sowohl die Lesekinder als auch die Mentoren*innen gesund vor Ort sein. Wegezeiten für die Mentor*innen müssen eingeplant werden. Krankmeldungen der Kinder oder schulische Projektabwesenheiten sollten rechtzeitig an die Mentoren*innen weitergegeben werden.

Wenn Sie mehr zur Methode des „klassischen Lesens mit Buch“ wissen möchten, informieren Sie sich bitte im Menüpunkt „Klassisches Lesen mit Buch“.

Eine Vergleichstabelle stellt die Vor- und Nachteile der Methode „Klassisches Lesen mit Buch“ der Methode „Digitales Lesen mit Apps auf dem Tablet“ gegenüber. Sie können diese hier herunterladen:

Heike Landsberg (Koordination von MENTORen in Laatzen)
Renate Kantorek (Mentorin an der Grundschule Mühlenberg)